Eisige Intrigen oder das endgültige Liebes-Aus? Alles was zählt: Simone Steinkamp am Abgrund, das Zentrum vor dem Ruin – Zerschlägt eine finstere Rache Richards Lebenswerk? 😭💔⛸️
Es gibt ein Pflaster in Deutschland, auf dem die Luft niemals rein ist und auf dem der nächste emotionale Vulkanausbruch immer nur eine Werbepause entfernt liegt: Das Steinkamp-Zentrum in Essen. Seit nunmehr zwei Jahrzehnten zieht „Alles was zählt“ (AWZ) Millionen von Zuschauern in seinen Bann. Warum? Weil diese Daily Soap die perfekte Balance zwischen dem harten, glamourösen Leistungssport auf dem Eis und den Abgründen der menschlichen Seele meisterhaft beherrscht. Wenn die Familie Steinkamp ruft, dann antworten die Zuschauer mit Herzklopfen, Tränen und geballten Fäusten vor dem Bildschirm.

Im Zentrum der Macht stehen seit jeher die unangefochtenen Monarchen von Essen: Simone (Tatjana Clasing) und Richard Steinkamp (Silvan-Pierre Leirich). Ihre Ehe ist ein ewiges Schlachtfeld, das dennoch von einer unerschütterlichen Loyalität zusammengehalten wird – zumindest so lange, bis die nächste gigantische Intrige das Fundament ihres Imperiums erschüttert. Ob es nun der ewige Konkurrenzkampf auf dem Eis, dubiose Finanzgeschäfte im Hintergrund oder die Verfehlungen ihrer impulsiven Kinder wie Jenny Steinkamp (Kaja Schmidt-Tychsen) sind: Ruhige Nächte gibt es in der Steinkamp-Villa schlichtweg nicht.
Der besondere Reiz von „Alles was zählt“ liegt in der unbarmherzigen Fallhöhe der Charaktere. Auf der spiegelglatten Eisfläche des Zentrums kämpfen junge Talente um den Traum vom großen Ruhm, um olympisches Gold und um die Anerkennung der strengen Simone Steinkamp. Doch während die Kufen über das Eis gleiten und perfekte Axel und Rittberger gesprungen werden, schmelzen im Hintergrund die moralischen Grenzen. Da werden Verträge gefälscht, Choreografien gestohlen und Liebesbeziehungen strategisch instrumentalisiert, um die Konkurrenz psychologisch zu vernichten.
Das Gesetz des Zentrums: Auf dem Eis gewinnt der mit der besten Technik – im Büro der Steinkamps gewinnt derjenige, der das Messer am tiefsten im Rücken des anderen versenken kann.
Doch AWZ ist weit mehr als nur ein Sport- und Wirtschaftskrimi. Es ist das emotionale Zuhause von Charakteren, mit denen die Fans durch dick und dünn gehen. Da ist das ewige Auf und Ab in der legendären „No. 7“, der Kneipe, in der schon so manches Liebesgeständnis bei einem kalten Bier besiegelt wurde und in der die Arbeiterklasse von Essen auf die High Society trifft. Hier prallen Welten aufeinander: Die bodenständigen Probleme der Familie Ziegler oder der Schrankes dieser Welt gegen die abgehobenen Luxussorgen der Steinkamp-Sippschaft. Diese Kontraste erzeugen eine Reibung, die jede einzelne Folge so unberechenbar und lebendig macht.
Besonders die Liebesgeschichten der Serie treiben den Puls der Zuschauer regelmäßig in die Höhe. Es sind Beziehungen, die oft unter den denkbar schlechtesten Voraussetzungen beginnen – geschmiedet aus Erpressung, Trost oder verbotener Leidenschaft –, die sich dann aber zu epischen Lovestorys entwickeln, nur um kurz vor dem Traualtar durch ein dunkles Geheimnis der Vergangenheit wieder in Schutt und Asche gelegt zu werden. Das Bangen der Fans in den sozialen Netzwerken zeigt täglich, wie tief die Zuschauer in das Schicksal der Essener verstrickt sind.
Wenn es um „Alles was zählt“ geht, ist der Name eben Programm: Es zählt der Erfolg, es zählt die Macht, aber am Ende des Tages zählt vor allem eines – die Familie, egal wie zerstritten sie auch sein mag. Die Autoren der Serie schaffen es immer wieder aufs Neue, den Bogen der Dramatik so überspannen, dass man als Zuschauer nach den knapp 25 Minuten Sendezeit atemlos zurückbleibt und den nächsten Werktag kaum erwarten kann. Solange das Eis in Essen nicht schmilzt, wird der Sturm der Intrigen und Gefühle bei AWZ munter weiterwüten.
